Unser Kontakt-Management wird wichtiger als unser Content-Management.
Als unser Team bei CORRECTIV – Deutschlands führendem gemeinwohlorientierten Medienhaus – auf ein Jahrzehnt Community-Journalismus zurückblickte, fiel ein Fehler besonders ins Gewicht: Wir hatten versäumt, von Anfang an direkte Kontaktinformationen zu sammeln. Wertvolle Beziehungen waren entstanden – zu Leserinnen und Lesern, Quellen, Mitwirkenden und lokalen Expertinnen und Experten –, doch die Daten, die diese Beziehungen abbildeten, lagen bei Facebook, in verstreuten Tabellen und in E-Mail-Tools, die nicht miteinander kommunizierten. Wir haben Kontakte verloren.
Diese Erfahrung ist die grundlegende Erkenntnis für beabee: Im Community-Journalismus sind unsere Kontakte unser wertvollstes Gut – und wir können es uns nicht leisten, auch nur einen einzigen zu verlieren.
Und es war nicht nur eine Erkenntnis von CORRECTIV. In unserem wachsenden Netzwerk unabhängiger Redaktionen hörten wir dieselben Frustrationen: Eine Newsletter-Liste in einem Tool. Zahlende Mitglieder in einem anderen. Umfrageantworten in einer Tabelle. Veranstaltungsteilnehmende gar nicht erfasst. Kein zentraler Ort, um die eigene Community zu verstehen – und kein Ort, um zu analysieren, wie Menschen mit uns interagieren.
Und weil es kompliziert ist, herauszufinden, wie man Tools miteinander verzahnt, bleibt dieses Problem oft jahrelang ungelöst – während es weiter wächst: verpasste Chancen, langsames Wachstum und das ständige nagende Gefühl, dass Dinge durchrutschen.
Also wurde beabee gemeinsam mit anderen unabhängigen Medienorganisationen entwickelt – allen voran The Bristol Cable und The Bureau of Investigative Journalism –, um einen zentralen Ort zu schaffen, an dem alle Aktivitäten zusammenlaufen.
Im Kern ist beabee eine Community-Kontaktdatenbank – eine verlässliche Quelle, die Daten aus Newslettern, Zahlungen, Umfragen und Veranstaltungen in einer einheitlichen Übersicht zusammenführt. Sie ermöglicht es uns zu verstehen, wer in unserer Community ist – nicht nur als E-Mail-Adresse, sondern als Mensch mit einer Geschichte: was sie unterstützt haben, was sie uns mitgeteilt haben, wie lange sie schon dabei sind. Von dort aus können wir segmentieren, Kontakt aufnehmen, besser berichten, Einnahmen steigern und Beziehungen vertiefen – ohne die Daten an Plattformen abzugeben, die wir nicht kontrollieren.
beabee bildet die Realität kleiner Community-Redaktionen ab, in denen Menschen teamübergreifend arbeiten. Community-Mitglieder werden dabei nicht nur als Kundinnen und Kunden betrachtet, denen man mehr Geld entlocken möchte, sondern als Mitwirkende: als Kollaborateure, die in die Berichterstattung eingebunden werden, als Partner für strategische Entscheidungen, als Freiwillige und mehr.
Die Zahlungs- und Mitgliedschaftstools sind integriert, weil wir den Einstieg so einfach wie möglich machen wollten, ein spendenbasiertes Finanzierungsmodell zu starten – selbst wenn man gerade erst anfängt. Die Umfrage- und Crowd-Investigation-Tools sind eingebaut, weil Community-Journalismus auf Zuhören und Zusammenarbeit mit Community-Mitgliedern basiert. Und die gesamte Plattform ist Open Source und von Grund auf mit hohen Datenschutz-Prinzipien entwickelt, weil das die Basis für den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen ist.
Wir haben beabee entwickelt, weil wir aus eigener Erfahrung wissen, wie es sich anfühlt, eine Community aufzubauen, ohne Kontakte zu erfassen. Es ist als würde man ein Haus auf Sand errichten. Beginne also damit, deine Kontakte vom ersten Tag an zu sammeln. Betrachte jeden Kontakt als wertvoll. Baue eine Community auf, die nicht von einer einzelnen Plattform abhängt, um zu überleben. Dafür ist beabee da.